Name: MM14
Länge: 125km
Dauer: 3 Std
Höhe: 650 m
Fazit: 125 Kilometer bis zum Fährhafen, eine unkomplizierte Ausreise und eine ruhige Überfahrt zurück nach Europa. Mit etwas Wehmut verabschieden wir uns von Marokko – aber gleichzeitig steht für uns fest: Das war nicht das letzte Mal. Im Herbst kommen wir wieder.
Abschied von Marokko und zurück zur Fähre
Heute heißt es leider Abschied nehmen. Nach vielen Kilometern durch Marokko, unzähligen Kurven, Pässen, Wüstenlandschaften, kleinen Dörfern und großen Städten liegt nur noch eine kurze Etappe vor uns: rund 125 Kilometer bis zum Fährhafen. Ein bisschen Wehmut ist dabei. Schließlich liegen hinter uns zwei intensive Wochen voller Eindrücke. Heute geht es nicht mehr darum, möglichst viele Kilometer zu sammeln oder eine spektakuläre Passstraße zu fahren. Heute geht es einfach zurück zur Fähre.
Ein letztes Frühstück in der blauen Stadt
Wir stehen auf und gehen zum Frühstück. Zum Glück wurde für uns bereits ein Tisch reserviert, denn der Frühstücksraum ist rappelvoll. Ein kompletter Reisebus mit Gästen hat ebenfalls in der Unterkunft übernachtet und möchte natürlich ebenfalls versorgt werden. Da das Frühstück frisch zubereitet wird, dauert heute alles etwas länger. Für uns ist das überhaupt kein Problem. Wir haben nur rund 125 Kilometer vor uns und die Strecke zum Fährhafen ist gut ausgebaut. Also lassen wir den letzten Morgen in Marokko ganz entspannt angehen. Wie gewohnt sitzen wir gegen 9 Uhr auf den Motorrädern. Noch einmal Gepäck verstauen, Motorradkleidung anziehen und dann geht es los.
Durch den Norden Richtung Fähre
Wir verlassen unseren Übernachtungsort und nehmen zunächst eine ruhigere Landstraße in Richtung Norden. Nach den vielen Tagen in den Bergen und den abgelegenen Regionen ist es schön, noch einmal entspannt durch die Landschaft zu fahren. Die Straße ist gut ausgebaut und wir kommen zügig voran. Je näher wir an die größere Stadt kommen, desto stärker nimmt der Verkehr zu. In der Stadt selbst ist einiges los, aber wir kommen trotzdem gut durch. Für uns ist heute allerdings kein Besichtigungsstopp mehr geplant. Unser Ziel ist klar: Der Fährhafen und die Rückfahrt nach Europa.
Noch einmal Richtung Küste
Hinter der Stadt geht es weiter in Richtung Küste. Die Straße führt wieder etwas bergauf und wir bekommen noch einmal schöne Ausblicke auf die hügelige Landschaft im Norden Marokkos. Kurz vor der Grenze zu einer spanischen Exklave hätten wir theoretisch noch eine zweite Möglichkeit gehabt. Wir hätten über die spanische Exklave ausreisen und von dort nach Europa übersetzen können. Für uns war die Entscheidung allerdings bereits gefallen. Unsere Rückfahrkarten für den großen Fährhafen waren schon bezahlt und wir wollten deshalb auch von dort zurückfahren. Also bleiben wir auf unserer geplanten Route.
Die letzten Kilometer nach Europa
Die letzten Kilometer führen uns durch eine zunehmend bergige Landschaft. Irgendwann tauchen die ersten Hinweise auf den Hafen auf. Und plötzlich wird uns bewusst: Jetzt ist unser Marokko-Abenteuer wirklich fast vorbei. Wir fahren weiter in Richtung Fährhafen und erreichen schließlich das riesige Hafengelände. Hier verändert sich die Atmosphäre sofort. Lkw, Pkw, Busse, Reisende und Motorräder bewegen sich in Richtung der verschiedenen Abfertigungsbereiche. Nach den einsamen Straßen der vergangenen Tage wirkt das alles wieder ungewohnt geschäftig. Für uns heißt es jetzt: Tickets holen und einordnen.
Die Ausreise beginnt
Am Eingang holen wir unsere Tickets ab. Unsere nächste Fähre soll laut unserer Planung gegen 13 Uhr ablegen. Anschließend stellen wir uns in die Reihe für die Zoll- und Sicherheitskontrolle. Was jetzt folgt, ist gerade für Motorradfahrer interessant. Die Fahrzeuge werden kontrolliert und auch die Motorräder müssen entsprechend abgefertigt werden. Wir fahren mit den Motorrädern auf eine dafür vorgesehene Plattform. Anschließend steigen wir ab und ein Röntgengerät wird über die Fahrzeuge geführt. Danach dürfen wir wieder aufsteigen und weiterfahren. Der gesamte Ablauf funktioniert für uns problemlos. Nach der Kontrolle geht es weiter in Richtung Fährbereich. Jetzt müssen wir eigentlich nur noch warten.
Auf der Fähre zurück nach Europa
Irgendwann ist es soweit. Wir fahren mit den Motorrädern an Bord und verstauen unser Gepäck. Dann heißt es endgültig: Auf Wiedersehen, Marokko. Die Überfahrt verläuft problemlos. Wir lassen die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren. Vor uns liegen Tausende Kilometer voller unterschiedlicher Landschaften: Atlantikküste, Berge, Schluchten, Wüste, Palmenoasen, Stauseen und kleine Dörfer. Dazu kamen Begegnungen, die wir so niemals hätten planen können. Gegen 16 Uhr erreichen wir schließlich wieder europäischen Boden.
Ein Abschied, der keiner sein soll

Als wir von der Fähre fahren, ist die Reise offiziell vorbei. Oder vielleicht doch nicht ganz. Denn eines steht für uns bereits fest: Im Herbst kommen wir wieder.
Marokko hat uns in diesen zwei Wochen so viele Eindrücke beschert, dass wir längst wissen: Das war nicht unsere letzte Motorradtour durch dieses faszinierende Land.
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