Name: MM5
Länge: 255 km
Dauer: 3 Std
Höhe: 2093 m
Fazit: 255 Kilometer voller Abenteuer: Regen, Nebel, Baustellen, über 2.000 Meter Höhe und anschließend eine traumhafte Abfahrt durch den Atlas. Für uns ist das genau die Art von Motorradtour, die man nicht nur fährt, sondern wirklich erlebt.
Abenteueretappe durch den Hohen Atlas
Heute wartet eine echte Abenteueretappe auf uns. Rund 255 Kilometer liegen vor uns und wir fahren tief hinein in den Hohen Atlas. Die Strecke führt uns immer weiter nach oben, durch unzählige Kurven und schließlich auf über 2.000 Meter Höhe. Danach wartet eine traumhafte Abfahrt auf uns. Dabei erleben wir heute fast alles, was für uns eine Motorradtour durch Marokko ausmacht: Sonne, Regen, Nebel, Baustellen, einsame Straßen und grandiose Landschaften. Am Ende des Tages erwartet uns eine einfache Unterkunft mit echtem marokkanischem Flair.
Noch einmal über die Küste schauen

Bevor wir die Küste endgültig hinter uns lassen, fahren wir zunächst noch einmal hinauf zu unserem Aussichtspunkt oberhalb der Stadt. Schon die Auffahrt macht uns mit dem Motorrad Spaß. Oben angekommen, liegt die Stadt unter uns. Auf der einen Seite sehen wir noch den Atlantik, auf der anderen Seite bereits die Landschaft, durch die wir heute fahren werden. Für uns ist das ein schöner Abschied von der Küste. Die Straße führt von hier aus noch weiter in Richtung einer militärisch genutzten Anlage. Wir fahren deshalb nur bis zum vorgesehenen Aussichtspunkt beziehungsweise Kreisverkehr und drehen dort wieder um. Die militärische Anlage selbst ist natürlich kein Ausflugsziel. Wir wollen schließlich keinen unnötigen Ärger provozieren. Der Aussichtspunkt bietet ohnehin den besten Blick – und mehr brauchen wir nicht.
Letzte Einkäufe vor dem Atlas
Am Ortsende machen wir noch einen letzten Stopp an einem größeren Supermarkt. Hier bietet sich die Gelegenheit, noch einmal Lebensmittel und – sofern gewünscht – auch Wein oder andere alkoholische Getränke einzukaufen. Gerade bei einer längeren und abgelegenen Passetappe ist es angenehm, ein paar Vorräte dabeizuhaben. Wir nutzen die Gelegenheit und machen uns anschließend auf den Weg. Jetzt beginnt unser eigentliches Abenteuer.
Richtung Hoher Atlas

Wir fahren zunächst über eine größere Straße weiter ins Landesinnere. Unterwegs legen wir noch einen Tankstopp ein. Danach wird die Strecke zunehmend ruhiger. Der Verkehr nimmt ab und die Landschaft wird immer ursprünglicher. Wir merken schnell: Jetzt sind wir wirklich unterwegs in Richtung Atlas. Leider spielt das Wetter zunächst nicht mit. Es beginnt zu regnen.
Regenkombi statt Sonnenbrille

Für uns ist das heute einer der seltenen Tage der gesamten Reise, an dem wir tatsächlich in die Regenkombis schlüpfen müssen. Zunächst ist der Regen noch kein großes Problem. Doch je höher wir kommen, desto stärker verändert sich die Wetterlage. Die Straße beginnt sich immer weiter nach oben zu winden. Und „winden“ ist hier wirklich das richtige Wort. Kurve folgt auf Kurve, die Straße zieht sich durch die Berghänge und wir gewinnen schnell an Höhe. Dann kommt der Nebel.
Der Pass – Nebel, Kurven und Baustellen

Je höher wir kommen, desto dichter wird der Nebel. Gleichzeitig stoßen wir auf zahlreiche Baustellen. Die Straße wird auf diesem Abschnitt deutlich verbreitert. Teilweise ist die neue, breite Fahrbahn bereits fast fertig, an einigen Stellen fehlt jedoch noch die endgültige Teerdecke. Für uns bedeutet das heute: konzentriert fahren. Der Regen macht die Fahrbahn nass und einige Abschnitte wirken durch aufgekieste Bereiche oder fehlenden Asphalt deutlich rutschiger als die bereits fertiggestellten Strecken. Teilweise sehen wir kaum mehr als wenige Meter weit in den Nebel hinein. Immer wieder sind kurze Abschnitte der Straße bereits vorbereitet, während an anderen Stellen noch gearbeitet wird. Glücklicherweise kommen wir an diesem Tag ohne längere Wartezeiten durch die Baustellen. Bei trockenem Wetter dürfte dieser Abschnitt deutlich entspannter zu fahren sein. Für uns wird er durch Regen, Nebel und Baustellen allerdings zu einem ganz besonderen Erlebnis. Wir fahren langsam und konzentriert weiter.
Die Passhöhe auf über 2.000 Metern

Dann erreichen wir schließlich die Passhöhe auf rund 2.093 Metern. Oben gibt es ein kleines Refugio, an dem wir eine Pause einlegen können. Und dann passiert etwas, das wir auf Motorradreisen immer wieder lieben: Auf der anderen Seite des Passes scheint die Sonne! Wir können es kaum glauben. Gerade noch Regen, Nebel und nasse Straßen – und wenige Minuten später sitzen wir bei Sonnenschein vor dem Refugio. Also raus aus den Regenkombis, erst einmal einen heißen Tee trinken und durchatmen. Solche Momente bleiben uns von einer Reise oft länger im Gedächtnis als irgendeine Sehenswürdigkeit.
Die Abfahrt – ein Traum für Motorradfahrer

Nach unserer Pause geht es auf die andere Seite des Passes. Und jetzt zeigt die Passstraße, warum sie bei Motorradfahrern so beliebt ist. Die Abfahrt ist für uns ein echter Landschaftstraum. Die nächsten Kilometer sind frei von den Baustellen, die uns auf der Auffahrt begleitet haben. Stattdessen wartet eine kurvenreiche Straße auf uns, die sich durch die Berglandschaft nach unten schlängelt. Wir lassen die Motorräder laufen und genießen jede einzelne Kurve. Trotzdem bleiben wir konzentriert. Die Straße ist nicht mit einem perfekt ausgebauten Alpenpass zu vergleichen. Gerade auf einer
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