Name: MM4
Länge: 236km
Dauer: 8 Std
Höhe: 1230 m
Fazit: 236 Kilometer voller Abwechslung: Atlantikküste, trockene Landschaft, grüne Plantagen, Kurven, Wasserfall und Schluchten. Für uns gehört diese Etappe zu den bisher abwechslungsreichsten Tagen der Reise – und besonders die kurvenreiche Strecke durch das Hinterland bleibt uns in Erinnerung.
Tag 4 – Von der Atlantikküste ins Hinterland
Nach dem Frühstück verlassen wir unseren Übernachtungsort und fahren weiter Richtung Süden. Heute wartet eine abwechslungsreiche Strecke von rund 236 Kilometern auf uns. Zunächst folgen wir der Atlantikküste, anschließend geht es ins grüne Hinterland mit Bananenplantagen und Palmenoasen, bevor wir auf eine kurvenreiche Panoramastrecke treffen. Der besondere Reiz dieser Etappe liegt für uns im ständigen Wechsel der Landschaft. Küste, trockene Sandflächen, Palmen, Schluchten und Flussläufe liegen heute erstaunlich dicht beieinander.
Abschied von der Küste

Bevor wir endgültig Richtung Süden starten, machen wir noch einen kurzen Fotostopp an der Strandpromenade. Ein letzter Blick auf den Atlantik, dann heißt es wieder: Helme auf und los. Wir folgen der Hauptstraße Richtung Süden. Schon nach wenigen Kilometern wird der Verkehr dünner und die Stadt liegt schnell hinter uns. Die Straße ist breit und gut ausgebaut und lässt sich mit dem Motorrad angenehm fahren.
Wieder näher an den Atlantik
Nach einiger Zeit verändert sich die Landschaft erneut. Die Straße führt wieder näher an die Küste heran und stellenweise sehen wir sandige, fast dünenartige Flächen neben der Fahrbahn. Die Landschaft wirkt trocken und weitläufig und vermittelt uns bereits einen Vorgeschmack auf die Regionen weiter südlich. Entlang der Strecke stehen immer wieder Quads zur Vermietung. Offenbar ist die Gegend auch bei Urlaubern beliebt, die die Landschaft auf vier Rädern erkunden möchten. Wir bleiben allerdings unserem Motorrad treu und genießen die Straße.
Der Abstecher ins grüne Hinterland

Nach einiger Zeit verlassen wir die Hauptstrecke und fahren ein Stück ins Landesinnere. Für uns ist dieser kleine Umweg absolut lohnenswert. Plötzlich verändert sich die Landschaft. Zwischen der eher trockenen Umgebung tauchen Bananenplantagen und kleine grüne Oasen mit Palmen auf. Das wirkt fast ein wenig surreal: Eben noch trockene Küstenlandschaft und wenige Kilometer später fahren wir durch eine überraschend grüne Umgebung. Hier beginnt für uns einer der schönsten Abschnitte des Tages.
Kurvenreiche Panoramastrecke

Die Strecke wird zunehmend kurviger. Jetzt kommt endlich richtig Bewegung in die Motorräder. Die Straße schlängelt sich durch das Hinterland und bietet uns dabei immer wieder neue Ausblicke auf die Landschaft. Dieser Abschnitt gefällt uns besonders gut, weil er genau das miteinander verbindet, was wir auf Motorradreisen suchen: Kurven und Landschaft. Schnell fahren müssen wir hier überhaupt nicht. Im Gegenteil. Gerade die Kombination aus Kurven und Aussicht macht es interessant, das Tempo etwas herauszunehmen und die Umgebung bewusst wahrzunehmen. Für uns ist das einer dieser Streckenabschnitte, bei denen nicht die gefahrenen Kilometer zählen, sondern das Erlebnis unterwegs.
Wasserfall im Atlasvorland

Unser nächstes Ziel ist ein Wasserfall im Atlasvorland. Wie viel Wasser er führt, hängt stark davon ab, wie viel Regen in den Wochen und Monaten zuvor gefallen ist. Bei unserem diesjährigen Besuch haben wir Glück: Nach den vorausgegangenen Regenfällen führt der Wasserfall erfreulich viel Wasser. Wir kennen den Ort allerdings auch anders. Bei einem früheren Besuch war der Wasserfall nahezu vollständig ausgetrocknet. Das zeigt uns einmal mehr, wie stark sich das Landschaftserlebnis in dieser Region je nach Jahreszeit und Niederschlag verändern kann.
Kurzer Spaziergang zum Wasserfall
Wir stellen unsere Motorräder am Parkplatz ab und gehen das letzte Stück zu Fuß. Der Weg zum Wasserfall ist nicht besonders lang und lässt sich gut mit einem kurzen Aufenthalt verbinden. Für uns ist das eine willkommene Pause nach der kurvenreichen Fahrt. Motorrad abstellen, ein paar Schritte gehen, Wasserfall anschauen und die Landschaft genießen – danach geht es wieder zurück auf die Straße. Unser Tipp: Je nach Wetter und Jahreszeit können sowohl die Wegverhältnisse als auch die Wasserführung deutlich unterschiedlich sein. Deshalb sollte man hier etwas flexibel bleiben.
Durch Schluchten und kleine Orte

Nach unserem Stopp fahren wir weiter durch das Hinterland. Die Strecke bleibt abwechslungsreich und führt uns immer weiter durch eine beeindruckende Landschaft. Besonders schön wird es, als die Straße durch ein grünes Tal und eine beeindruckende Schlucht führt. Durch die Schlucht verläuft ein Fluss – und genau hier wartet eine etwas ungewöhnliche Attraktion auf uns.
Essen mitten im Fluss

Im Fluss stehen zahlreiche bunte Tische und Sitzgelegenheiten. Kleine Restaurants und Lokale nutzen die ungewöhnliche Lage direkt am Wasser und bieten ihren Gästen ein Essen mit besonderer Atmosphäre. Wir finden diese Idee schon ziemlich originell. Nach einer längeren Motorradtour ist das natürlich eine interessante Möglichkeit für eine Pause. Wer hier einkehrt, sitzt buchstäblich mitten in der Landschaft und kann während des Essens das Wasser am Tisch vorbeifließen sehen. Allerdings sollte man bei solchen Flussrestaurants immer berücksichtigen, dass Wasserstand und Wetter die Situation jederzeit verändern können.
Auf dem Weg zum Tagesziel

Wir fahren weiter durch kleinere Orte und über abwechslungsreiche Straßen. Nach den kurvigen Abschnitten des Hinterlandes treffen wir schließlich wieder auf eine größere Hauptstraße. Der Charakter der Strecke verändert sich nun erneut. Der Verkehr wird dichter und wir nähern uns unserem heutigen Ziel. Die letzten Kilometer fahren wir deshalb wieder etwas konzentrierter. Gerade nach einem abwechslungsreichen Fahrtag und vielen Kurven sollte die Aufmerksamkeit auch auf den letzten Kilometern nicht nachlassen.
Ankunft am Tagesziel
Schließlich erreichen wir unser heutiges Hotel. Wir stellen die Motorräder auf dem Hotelparkplatz ab. Nachts sorgt ein Wachmann dafür, dass das Gelände und damit auch unsere Maschinen überwacht werden. Für uns ist das nach einem langen Fahrtag eine angenehme Lösung. Das Hotel selbst ist deutlich größer als unsere bisherigen Unterkünfte und klar auf Urlaubsgäste ausgelegt. Nach der heutigen Tour ist das gar nicht schlecht. Einchecken, Gepäck aufs Zimmer und erst einmal entspannen. Am Abend können wir direkt im Hotel essen. Es gibt ein Buffet und auch alkoholische Getränke werden ausgeschenkt. Nach den vielen Kilometern lassen wir den Tag hier gemütlich ausklingen.
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