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Fazit: Die Anreise nach Marokko klingt zunächst nach viel Organisation – mit etwas Vorbereitung ist sie aber gut zu bewältigen. Wer Fährtickets, Papiere, SIM-Karte und Bargeld rechtzeitig vorbereitet, kann die Überfahrt entspannt angehen. Und spätestens wenn wir mit unseren Motorrädern die Fähre verlassen, ist klar: Jetzt beginnt das Abenteuer wirklich.
Mit dem Motorrad nach Marokko
– unsere Anreise und wichtige Tipps
Bevor unsere eigentliche Motorradreise durch Marokko beginnt, steht zunächst die Anreise durch Spanien und die Überfahrt mit der Fähre auf dem Programm. Für uns hat es sich bewährt, am Tag vor der Überfahrt in der Nähe des Fährhafens zu übernachten. So können wir ganz entspannt anreisen, die Motorräder vorbereiten und am nächsten Morgen ohne großen Zeitdruck zum Hafen fahren.
Unser Ausgangspunkt in Spanien
Wer mit dem Motorrad über den Landweg durch Spanien anreist, findet in der Nähe des Fährhafens verschiedene Unterkünfte, die sich gut als Zwischenstopp eignen. Besonders praktisch ist eine Unterkunft mit gesicherter Tiefgarage. Das ist vor allem dann interessant, wenn die Motorräder mit einem Auto und Anhänger nach Spanien gebracht werden. Genau so machen wir es diesmal auch. Nach unserer Ankunft können wir die Motorräder in einer großen, zu diesem Zeitpunkt fast leeren Tiefgarage vom Anhänger laden und in Ruhe für die bevorstehende Reise vorbereiten. Sollte das spanische Wetter einmal nicht mitspielen, ist das natürlich besonders angenehm. Wir sind diesmal zu viert unterwegs. Während wir uns um die Motorräder kümmern, machen sich die anderen auf den Weg, um die Fährtickets zu besorgen.
Fährtickets für die Überfahrt
Für die Überfahrt nach Marokko kaufen wir unsere Tickets bei einem örtlichen Ticketanbieter. Wer seine Tickets vor Ort kaufen möchte, sollte etwas Zeit einplanen. Je nach Tageszeit kann dort einiges los sein. Grundsätzlich gibt es für die Überfahrt verschiedene Verbindungen. Für Motorradreisende sind insbesondere die Verbindungen zu den spanischen Gebieten an der nordafrikanischen Küste beziehungsweise direkt nach Marokko interessant. Wir bevorzugen die direkte Verbindung nach Marokko. Für uns ist die Einreise dadurch unkompliziert und wir sparen uns eine zusätzliche Grenzpassage.
Unser Tipp: Rückfahrt möglichst flexibel buchen
Wenn es die Fährgesellschaft und der Tarif erlauben, buchen wir die Rückfahrt gerne offen beziehungsweise flexibel. Das hat für uns einen entscheidenden Vorteil: Wir müssen uns nicht bereits bei der Hinfahrt endgültig festlegen, an welchem Tag wir Marokko wieder verlassen. Gerade auf einer Motorradreise ist diese Flexibilität Gold wert. Vielleicht gefällt uns eine Region besonders gut und wir möchten einfach einen Tag länger bleiben. Wichtig: Die Bedingungen für offene oder flexible Rückfahrttickets können je nach Fährgesellschaft und Tarif unterschiedlich sein. Deshalb sollte man sich beim Kauf genau erklären lassen, wie Umbuchung und Nutzung funktionieren.
SIM-Karte für Marokko
Eine weitere Sache erledigen wir gerne schon vor der Abfahrt: die marokkanische SIM-Karte. Für uns gehört sie inzwischen genauso zur Reisevorbereitung wie das Fährticket. Navigation, Hotelbuchungen, Wetterinformationen und die Kommunikation unterwegs funktionieren damit deutlich entspannter. Wir nutzen dafür ein separates Ersatzhandy. Dort kommt die marokkanische SIM-Karte hinein. In der Regel wird die Karte nach der Ankunft aktiviert und wir können über dieses Handy einen persönlichen Hotspot einrichten. So können auch unsere normalen Smartphones unterwegs auf das mobile Internet zugreifen. Unser Tipp: Vor der Reise prüfen, ob das Ersatzhandy SIM-Lock-frei ist und ob die gewählte SIM-Karte beziehungsweise der Tarif ausreichend Datenvolumen bietet.
Bargeld – wie viel braucht man?
Auch ein kleiner Bargeldvorrat gehört für uns zur Vorbereitung. Wir tauschen nicht unnötig große Mengen Geld. Für die ersten Kilometer und kleinere Ausgaben reichen uns zunächst einige marokkanische Dirham. Kredit- und Bankkarten werden inzwischen an vielen Stellen akzeptiert – beispielsweise in Hotels, größeren Geschäften und an vielen Tankstellen. Trotzdem ist Bargeld unterwegs immer wieder praktisch. Gerade bei kleineren Geschäften, Parkplätzen, Cafés oder anderen kleinen Ausgaben ist es einfach angenehmer, ein wenig Bargeld dabeizuhaben. Unsere Unterkünfte buchen wir in der Regel bereits vor der Reise online.
Vom Hotel zum Fährhafen
Am nächsten Morgen geht es schließlich Richtung Hafen. Wenn die Unterkunft nur wenige Kilometer vom Fährhafen entfernt liegt, können wir ganz entspannt frühstücken, die Motorräder beladen und uns anschließend auf den Weg machen. Bei der Anfahrt zum Hafen folgen wir einfach der Beschilderung. Da dort mehrere Fährgesellschaften abgefertigt werden, sollten wir bereits vorher wissen, mit welcher Gesellschaft wir unterwegs sind.
Unser Tipp für den Hafen
Fährtickets und Reisepässe sollten jederzeit griffbereit sein. Im Hafen gibt es verschiedene Kontroll- und Abfertigungsbereiche. Je nach Fährgesellschaft können sich die Zufahrten und Wartebereiche unterscheiden. Wenn wir einmal nicht genau wissen, wohin wir fahren müssen, fragen wir einfach das Hafenpersonal. Das ist meistens schneller, als mit vollgepacktem Motorrad in der falschen Spur zu landen.
Nicht von Ticketverkäufern irritieren lassen
Rund um die Hafenzufahrt kann es vorkommen, dass Personen versuchen, Reisenden noch Fährtickets anzubieten.Wir bleiben in solchen Situationen gelassen und fahren weiter zu den offiziellen Zufahrts- und Kontrollstellen.Wichtig ist vor allem, bereits vorher zu wissen, welche Fährgesellschaft wir gebucht haben. Die Beschilderung führt uns anschließend zu den entsprechenden Warte- und Abfertigungsbereichen.Unser Tipp: Lieber einmal mehr beim offiziellen Hafenpersonal nachfragen, bevor wir mit dem vollgepackten Motorrad in der falschen Warteschlange stehen.
Einreiseformular – keine Panik
Für die Einreise nach Marokko müssen bestimmte Einreiseformalitäten erledigt werden. Die entsprechenden Formulare beziehungsweise Informationen erhalten Reisende je nach aktuellem Verfahren an Bord oder im offiziellen Einreisebereich. Die Abläufe können sich ändern, deshalb lohnt es sich, vor der Reise noch einmal die aktuellen Vorgaben zu prüfen. Wir füllen die Formulare in Ruhe aus und machen uns anschließend auf den Weg zur Passkontrolle. In unserem Reiseführer haben wir zusätzlich ein Beispiel des Formulars mit deutscher Übersetzung abgebildet. Das macht das Ausfüllen deutlich einfacher.
Jetzt geht es auf die Fähre
Irgendwann kommt schließlich der Moment, auf den wir gewartet haben: Wir dürfen mit den Motorrädern auf die Fähre fahren. Das Schiffspersonal weist uns zu den vorgesehenen Stellplätzen. Die Motorräder werden dort entsprechend den Vorgaben der Besatzung abgestellt und gesichert.
Wichtig: Alles für die Überfahrt mitnehmen
Bevor wir die Motorräder verlassen, nehmen wir alles mit, was wir während der Überfahrt benötigen.
Dazu gehören insbesondere:
- Reisepass
- Geld und Kreditkarten
- Handy
- wichtige Dokumente
- persönliche Wertgegenstände
- Kamera
- eventuell eine Jacke oder etwas Warmes
Denn sobald wir den Fahrzeugbereich verlassen haben, kommen wir während der Überfahrt normalerweise nicht mehr zu unseren Motorrädern zurück. Also lieber einmal überlegen, was wir für die nächsten Stunden benötigen, und alles direkt mitnehmen.
Die Überfahrt nach Marokko
Die Überfahrt ist für uns der Moment, in dem die Vorfreude langsam richtig groß wird. An Bord gibt es Möglichkeiten, etwas zu essen und zu trinken. Wir suchen uns zunächst einen Platz und machen es uns gemütlich. Ganz entspannen können wir allerdings noch nicht, denn die Einreiseformalitäten stehen an. Je nach aktuellem Ablauf werden die entsprechenden Kontrollen bereits während der Überfahrt durchgeführt. Wir halten unsere Reisepässe und benötigten Unterlagen bereit und folgen den Hinweisen der Besatzung beziehungsweise der zuständigen Behörden.
Passkontrolle an Bord
Bei der Passkontrolle werden die erforderlichen Unterlagen und Reisedokumente geprüft. Wir geben dabei unser erstes Reiseziel beziehungsweise die erste Unterkunft an. Für uns ist das die einfachste Möglichkeit, den Beginn unserer Reise zu erklären. Wenn die Formalitäten erledigt sind, können wir uns wieder zurückziehen. Und damit ist für uns der größte Teil des Einreisestresses eigentlich schon vorbei. Jetzt heißt es zurücklehnen und die letzten Minuten der Überfahrt genießen.
Zollkontrolle – jetzt wird es interessant
An der Zollkontrolle gibt es verschiedene Fahrspuren. Wir stellen uns in die entsprechende Spur und warten, bis wir an der Reihe sind. Bei unseren bisherigen Einreisen wurden unter anderem Gepäck und mitgeführte Gegenstände kontrolliert. Besonders wichtig sind dabei zwei Themen, auf die wir bei der Vorbereitung achten: Landkarten und Drohnen.
Landkarten
Bei einer mitgeführten Papierkarte sollte man sich vorher genau anschauen, wie die Karte gestaltet ist. Je nach aktueller behördlicher Praxis können bestimmte Karten oder Darstellungen bei der Einreise zu Fragen führen. Deshalb empfehlen wir, sich vor der Reise über die aktuell geltenden Bestimmungen zu informieren. Eine Karte sollte man keinesfalls einfach gedankenlos ins Gepäck legen, ohne vorher zu prüfen, ob sie den aktuellen Vorgaben entspricht.
Achtung bei Drohnen!
Noch wichtiger ist das Thema Drohnen. Für Drohnen gelten in Marokko besondere Einfuhr- und Nutzungsvorschriften. Eine Drohne sollte deshalb keinesfalls einfach ins Gepäck gepackt und ohne vorherige Prüfung der aktuellen Bestimmungen mitgenommen werden. Wer eine Drohne mitnehmen möchte, sollte sich unbedingt vor Reisebeginn über die aktuell geltenden marokkanischen Einfuhr-, Genehmigungs- und Nutzungsvorschriften informieren. Wir würden keinesfalls versuchen, eine Drohne zu verstecken oder darauf zu hoffen, dass sie bei der Kontrolle nicht entdeckt wird. Das kann zu erheblichen Problemen führen.
Noch einmal die Papiere – und dann sind wir drin
Bei der Zoll- und Einreisekontrolle werden unsere Unterlagen geprüft. Wenn alle Papiere in Ordnung sind und nichts weiter zu klären ist, geht die Abfertigung für uns erstaunlich unkompliziert. Wir passieren die letzte Kontrolle und plötzlich ist es geschafft: Wir sind in Marokko! Jetzt beginnt unser eigentlicher Motorradtrip.
SIM-Karte direkt am Hafen?
Kaum haben wir den Hafen verlassen, begegnen uns bereits die nächsten Anbieter. Rund um größere Häfen werden häufig marokkanische SIM-Karten angeboten. Wer noch keine SIM-Karte hat, kann sich hier eventuell direkt versorgen. Wir persönlich erledigen das lieber bereits vor beziehungsweise während der Anreise, wenn sich die Gelegenheit ergibt. So sind wir direkt nach der Ankunft online und können uns voll auf die ersten Kilometer konzentrieren.
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