Übersichtskarte der Motorradstrecke MM3 am dritten Reisetag durch MarokkoName: MM3
Länge: 404km
Dauer: 11 Std
Höhe: 403 m 
Fazit: 
404 Kilometer, Autobahn, Atlantikküste, Industriestadt und Medina – dieser Tag hat uns einiges geboten. Der schönste Abschnitt war für uns ganz klar die Küstenstraße. Nach den vielen schnellen Kilometern war die Fahrt am Atlantik genau die richtige Abwechslung. Und mit Essaouira haben wir am Abend einen Ort erreicht, der uns sofort begeistert.

Casablanca - Atlantikküste - Essaouira

Heute steht mit rund 404 Kilometern eine der längeren Tagesetappen unserer Reise auf dem Programm. Rund 250 Kilometer davon fahren wir über Autobahn beziehungsweise gut ausgebaute Schnellstraßen. Der eigentliche Höhepunkt liegt allerdings genau dazwischen: Eine rund 56 Kilometer lange Küstenstrecke direkt am Atlantik. Wenig Verkehr, fantastische Ausblicke und dieses ganz besondere Gefühl von Freiheit machen diesen Abschnitt für uns zu einem der schönsten Kilometer der heutigen Etappe.

Start in Casablanca

Gegen 9 Uhr verlassen wir Casablanca. Schon die ersten Kilometer haben es in sich. Wir müssen uns durch den dichten Stadtverkehr bewegen und fahren deshalb entsprechend aufmerksam und zurückhaltend. Gerade in den marokkanischen Städten gilt für uns eine einfache Regel: Lieber einmal mehr Abstand halten und nicht auf vermeintliches Vorfahrtsrecht bestehen. Der Verkehr funktioniert teilweise anders, als wir es aus Europa gewohnt sind. Deshalb beobachten wir lieber genau, was um uns herum passiert, und lassen uns von der Hektik nicht anstecken.

Über die Autobahn Richtung Süden

Am Stadtrand fahren wir auf die Autobahn und folgen ihr rund 177 Kilometer in Richtung Süden. Dieser Abschnitt ist in erster Linie eine Verbindungsetappe. Wir wollen Kilometer machen und kommen auf der gut ausgebauten Strecke schnell voran. Landschaftlich ist dieser Teil zwar weniger spektakulär, aber genau solche Abschnitte gehören eben auch zu einer längeren Motorradreise. Nach rund 177 Kilometern verlassen wir die Autobahn. Und plötzlich ändert sich der Charakter unserer Tour.

Endlich wieder Atlantikküste

Blick auf die Atlantikküste während der Motorradreise südlich von Casablanca

Über kleinere Straßen fahren wir in Richtung Küste. Je näher wir dem Atlantik kommen, desto mehr verändert sich die Landschaft. Die schnelle Verbindung liegt hinter uns und wir nähern uns wieder dem Meer. An einer Kreuzung biegen wir schließlich auf die Küstenstraße ab. Und genau hier beginnt für uns das eigentliche Highlight des Tages.

56 Kilometer Atlantikküste

Motorradstrecke entlang der Atlantikküste mit weitem Blick auf das Meer

Die nächsten rund 56 Kilometer gehören für uns zu den schönsten Abschnitten dieser Etappe. Die Straße verläuft teilweise leicht erhöht über der Küste. Immer wieder öffnen sich zwischen Kurven und Geraden fantastische Blicke auf den Atlantik. Das Meer liegt tief unter uns, der Horizont scheint endlos und gleichzeitig herrscht auf der Straße angenehm wenig Verkehr. Nach den vielen Kilometern auf der Autobahn ist dieser Abschnitt eine echte Wohltat. Hier fahren wir nicht einfach nur von A nach B. Wir lassen uns Zeit, genießen die Landschaft und nehmen die Atmosphäre in uns auf. Der Wind vom Atlantik, die Weite des Meeres und die relativ leere Straße vermitteln genau dieses Gefühl von Freiheit, das wir auf unseren Motorradreisen suchen.

Unser Tipp für Motorradfahrer

Aussichtspunkt an der Atlantikküste mit Blick auf die Küstenlandschaft

Auf diesem Abschnitt lohnt es sich, nicht einfach durchzufahren. Immer wieder ergeben sich Möglichkeiten für kurze Fotostopps. Natürlich gilt auch hier: Bei aller Begeisterung für die Landschaft sollten wir aufmerksam bleiben und nur dort anhalten, wo es sicher möglich ist. Entlang der Strecke gibt es mehrere interessante Punkte, die einen kurzen Abstecher lohnen können. Dazu gehört beispielsweise ein markantes Kap mit Leuchtturm und historischen Befestigungsmauern. Auch ein abgelegener Strand, der über eine kurze Stichstraße erreichbar ist, bietet sich für einen Zwischenstopp an. Unser persönlicher Tipp: Hier nicht ständig auf die Uhr schauen. Dieser Küstenabschnitt ist genau der Teil der heutigen Etappe, für den wir uns bewusst etwas Zeit nehmen sollten. Nach etwa 56 Kilometern endet unser Küstenvergnügen und wir nähern uns Safi.

Safi – vom Atlantikidyll in die Industriestadt

Straße und industriell geprägte Umgebung bei der Einfahrt nach Safi

Mit Safi verändert sich das Bild erneut. Aus der ruhigen Küstenlandschaft fahren wir in eine deutlich stärker industriell geprägte Umgebung. Vor allem der Lkw-Verkehr nimmt spürbar zu. Wir hatten uns auf deutlich mehr Verkehr eingestellt und kommen letztendlich besser durch die Stadt als erwartet. Trotzdem heißt es jetzt wieder: Aufmerksam fahren, Abstand halten und nicht unnötig hetzen. Am Ende der Stadt bekommt der Begriff Industriestadt noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Entlang der Straße reihen sich zahlreiche Firmen und Gewerbebetriebe aneinander. Der Kontrast zur einsamen Küstenstraße wenige Kilometer zuvor könnte kaum größer sein.

Von Safi zurück ins Landesinnere

Straße durch das Landesinnere auf der Weiterfahrt von Safi Richtung Essaouira

Nach Safi geht es wieder ins Landesinnere. Über kleinere Straßen erreichen wir schließlich wieder eine größere Verbindungsstraße. Dieser Abschnitt ist gut ausgebaut und bringt uns auf den letzten rund 72 Kilometern zügig in Richtung Essaouira. Nach den vielen Eindrücken des Tages heißt es jetzt noch einmal: Sitzfleisch beweisen. Wir kommen zwar schnell voran, aber nach mehr als 300 Kilometern merken wir die lange Tagesetappe inzwischen deutlich. Gerade auf den letzten Kilometern ist deshalb Konzentration gefragt. Müdigkeit und nachlassende Aufmerksamkeit sind auf dem Motorrad keine gute Kombination. Also lieber etwas ruhiger fahren und notfalls eine kurze Pause mehr einlegen.

Ankunft in Essaouira

Ankunft in Essaouira an der Atlantikküste am Ende der dritten Tagesetappe

Gegen 16 Uhr erreichen wir Essaouira. Eigentlich könnten wir jetzt direkt zu unserem Hotel fahren und den Tag langsam ausklingen lassen. Aber wir sind neugierig. Deshalb beschließen wir, noch einen Abstecher zum Hafen zu machen. Und das lohnt sich. Wir finden einen größeren Parkplatz, auf dem ein Wächter auf die abgestellten Fahrzeuge aufpasst. Gegen eine kleine Parkgebühr können wir unsere Motorräder und auch die Helme dort lassen. Für uns ist das eine angenehme Lösung. Denn jetzt wollen wir nicht mehr mit Helm und Motorradjacke durch die Stadt laufen.

Der Hafen von Essaouira

Hafen von Essaouira mit Fischerbooten und Verkaufsständen an der Atlantikküste

Zu Fuß machen wir uns auf den Weg Richtung Hafen. Schon von weitem sehen wir die kleinen Fischrestaurants und Verkaufsstände. Überall steigt Rauch auf, es wird gegrillt und in der Luft liegt der typische Geruch nach Fisch und Meer. Die Restaurantbesitzer versuchen natürlich sofort, uns für ihr Lokal zu begeistern. Einer zeigt uns seinen frischen Fisch, der nächste präsentiert einen Hummer – die Konkurrenz um die hungrigen Besucher ist offensichtlich groß. Wir lassen uns davon aber nicht beeindrucken und schlendern erst einmal weiter. Unser Ziel ist die Hafenmauer. Von hier oben haben wir einen schönen Blick über den Hafen, die Fischerboote und die dahinterliegende Atlantikküste. Jetzt verstehen wir auch, warum Essaouira bei Reisenden so beliebt ist. Die Kombination aus Hafen, Meer, Altstadt und dieser ganz eigenen Atmosphäre macht den Ort zu einem besonderen Zwischenstopp unserer Reise.

Essaouiras Medina

Enge Gasse in der Medina von Essaouira mit Geschäften und Handwerksangeboten

Direkt neben dem Hafen beginnt die Medina von Essaouira. Wir tauchen in die engen Gassen ein und lassen uns einfach treiben. Kleine Geschäfte, Souvenirs, Handwerk und Cafés reihen sich aneinander. Um diese Uhrzeit ist natürlich ordentlich etwas los. Die Medina ist voller Besucher, aber durch ihre Struktur verteilt sich das Ganze erstaunlich gut. Wir schlendern durch verschiedene Gassen, schauen uns die Auslagen an und genießen einfach die Atmosphäre. Gekauft wird heute allerdings noch nichts. Wir wissen schließlich, dass uns in den nächsten Tagen noch der große Souk von Marrakesch erwartet. Und dort werden wir wahrscheinlich noch genügend Gelegenheiten bekommen, unser Verhandlungsgeschick unter Beweis zu stellen.

 



<-- Zurück zur Übersicht Marokko Touren

 

Onlineshop Motorrad Tourenbuch Marokko

Info Bestellartikel (Buch in Papierform)

Motorradreisebuch Marokko Motorradfahren im WinterMotorradtouren Marokko (Papier-Buch)

14 Motorrad-Tagesetappen (3500km)
Alle Touren können auch über den Winter gefahren werden.
Übersichtkarten Strassenroadbook, Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsvorschläge an den Tagesenden.
Touren auch ohne GPS nutzbar.
Reiseführer (Tourenbuch) in DIN A5 

 

Micro SD Karten mit Overlayrouten für Garmin und BMW Naigator

Micro-SD Karte (2GB) nur Garmingeräte

Die Karte ist nur für Mapfähige Garmingeräte, dort sind alle GPS Daten vorinstalliert, auch sind die Overlayrouten auf der SD Karte vorinstalliert. Die Karte muß nur ins Garmingerät eingestekt werden.

Nähere Info's : hier klicken
 GPS Daten als ZIP File vom Internet laden
Als Option zu dem Buch dazu gibt es die Möglichkeit die GPS Daten nach dem Kauf vom Internet zu laden. Das Buch kommt per Post, die GPS Daten kann man vom Internet laden.
Detaillierte Informationen hier klicken.
 Info Ebook Marokko Stassentouren

Motorradreiseführer als Ebook in PDF Ausgangspunkt Marokko14 Motorrad-Tagesetappen Marokko (E-Book)
Dieses Buch gibt es auch in elektronischer Form als E-Book (PDF-Datei) für das Handy oder Tablet oder PC/Laptop. 
Lieferumfang: 1 x E-book und als Zusatz GPS-Daten Download (GPX - Format)
Detaillierte Info's (hier klicken)

 

navi datenGPS - Daten (bei Touren-APP dabei)
es ist eine ZIP Datei dabei, darin sind die GPS-Daten für die Navisysteme wie Garmin, Tomtom, BMW Navigator, oder GPX-enthalten. Diese können dann mit einem PC/Lptop auf das Navigationsgerät gespielt werden.