Name: MF15 La Manga - Tour
Länge: 233 km
Dauer: 7 Std
Höhe: 400 m
Landschaft: 4 von 5 Sterne
Fazit: Die karge Berglandschaft und die Spuren des früheren Bergbaus bilden einen interessanten Gegensatz zum Mittelmeer. Dazu kommen der Leuchtturm, die Küste und natürlich der besondere Abschnitt, auf dem wir zwischen zwei Meeren unterwegs sind.
Diese Tour verbindet genau die Dinge, die wir auf einer Motorradtour lieben: schöne Straßen, interessante Landschaften und immer wieder etwas zu entdecken. Am Morgen starten wir noch im bergigen Hinterland. Über die Autobahn geht es zunächst schnell Richtung Mittelmeer. Später wird es wieder kurviger und wir tauchen in eine völlig andere Landschaft ein. Alte Bergbaugebiete, karge Berge und das tiefblaue Meer liegen hier dicht beieinander. Unterwegs warten ein alter Fischerhafen, ein beeindruckender Leuchtturm und eine schmale Landzunge auf uns, auf der wir tatsächlich zwischen zwei Meeren fahren. Auf dem Rückweg lassen wir uns mehr Zeit. Kleine Landstraßen, kurvige Abschnitte und ein großer Stausee sorgen dafür, dass auch die Rückfahrt noch richtig Spaß macht. Die komplette Runde ist mit etwa 233 Kilometern eine ordentliche Tagestour.
Schnell ans Mittelmeer
Wir starten gegen 10 Uhr und nehmen zunächst die Autobahn. Normalerweise versuchen wir Autobahnen auf unseren Motorradtouren möglichst zu vermeiden. Hier machen wir aber bewusst eine Ausnahme. Wir wollen schnell ans Meer kommen und uns die Zeit lieber für die interessanten Abschnitte der Tour aufheben. Nach der Autobahn verändert sich die Landschaft deutlich. Wir erreichen eine trockene, karge Bergregion, die stark von der früheren Bergbaugeschichte geprägt ist.
Karge Berge und das Mittelmeer
Dieser Abschnitt gefällt uns besonders gut, weil die Landschaft so ungewöhnlich ist. Trockene und teilweise fast kahle Berghänge treffen hier auf das nur wenige Kilometer entfernte Mittelmeer. Man sieht überall Spuren des früheren Bergbaus. Es wirkt teilweise fast wie eine andere Welt. Mit der grünen Landschaft, die man vielleicht mit Spanien verbindet, hat diese Gegend nicht mehr viel gemeinsam. Und genau solche Gegensätze machen für uns eine Motorradtour interessant.
Ein Hafen mit Geschichte

An der Küste erreichen wir einen ehemaligen Fischerhafen und machen einen Stopp. Heute sieht man hier noch sehr deutlich, wie stark der frühere Bergbau die Landschaft verändert hat. Über viele Jahre wurde Abraum aus den Minen ins Meer geleitet. Dadurch wurde die ursprüngliche Bucht immer weiter verändert. Wir finden es interessant, solche Orte während einer Motorradtour anzufahren. Es ist eben nicht nur ein schöner Aussichtspunkt, sondern man kann hier direkt sehen, wie die Geschichte die Landschaft geprägt hat. Von einem Aussichtspunkt oberhalb des Hafens lässt sich das Ganze besonders gut überblicken.
Ein Leuchtturm hoch über dem Meer

Weiter geht es entlang der Küste zu unserem nächsten Highlight. Auf einer felsigen Landspitze steht ein markanter Leuchtturm hoch über dem Mittelmeer. Wir stellen die Motorräder ab und gehen das letzte Stück zu Fuß. Oben angekommen, nehmen wir uns erst einmal Zeit für die Aussicht. Vor uns liegt das offene Meer, unter uns die zerklüftete Küste und rundherum kleine Buchten und Felsen. Bei guter Sicht kann man sogar die vorgelagerten Inseln erkennen. Für uns ist das einer der schönsten Fotostopps der ganzen Tour. Hier lohnt es sich wirklich, nicht nur kurz anzuhalten, ein Foto zu machen und wieder weiterzufahren.
Mit dem Motorrad zwischen zwei Meeren

Danach wartet ein ganz besonderer Abschnitt auf uns. Wir fahren auf eine schmale Landzunge, die sich viele Kilometer zwischen dem offenen Mittelmeer und einer großen, ruhigen Lagune entlangzieht. Teilweise ist dieser Landstreifen nur wenige hundert Meter breit. Das ist schon ein ungewöhnliches Gefühl: Links das offene Mittelmeer, rechts das zweite Meer. Man fährt tatsächlich zwischen zwei Meeren. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Restaurants und Cafés. Deshalb eignet sich dieser Abschnitt auch hervorragend für eine Mittagspause. Allerdings sollte man in der Hauptsaison etwas Geduld mitbringen. Dann kann es hier deutlich voller werden und auch die Parkplatzsuche kann etwas länger dauern.
Entlang der Lagune

Nach unserer Pause verlassen wir die schmale Landzunge und fahren entlang der großen Lagune weiter. Die Landschaft wird wieder weiter und flacher. Die vielen Gebäude und Hotels verschwinden langsam und es wird wieder etwas ruhiger. Immer wieder bieten sich schöne Blicke über das Wasser und auf die Berge im Hinterland. Wenn wir nicht zu spät dran sind, lohnt sich hier durchaus der eine oder andere kurze Fotostopp. An einem der größeren Ferienorte am Wasser kann man ebenfalls eine Pause einlegen. Eine Tasse Kaffee, ein kurzer Spaziergang an der Promenade oder – je nach Jahreszeit – vielleicht sogar eine Abkühlung im warmen, flachen Wasser.
Jetzt wird es wieder kurvig

Nach dem Küstenabschnitt verlassen wir das Meer und machen uns auf den Rückweg. Und damit verändert sich die Tour schon wieder. Wir fahren jetzt über kleinere Straßen durch das Hinterland. Der Verkehr nimmt ab und die Strecke wird wieder interessanter. Genau hier merkt man, dass wir wieder auf einer richtigen Motorradroute unterwegs sind. Kurven, kleine Straßen und eine abwechslungsreiche Landschaft machen auch diesen Teil der Tour zu einem schönen Fahrerlebnis.
Noch ein letzter Landschaftswechsel
Bevor wir wieder unseren Ausgangspunkt erreichen, wartet noch ein großer Stausee auf uns. Die Landschaft rund um das Wasser ist trocken und weitläufig. Nach dem Mittelmeer und der Lagune wirkt die Gegend plötzlich wieder völlig anders. Wir haben an diesem Tag also gleich mehrere Landschaften erlebt: trockene Berge, das offene Meer, eine Lagune, eine dicht bebaute Küste und schließlich wieder das ruhige Hinterland. Genau diese Abwechslung gefällt uns an der Tour. Danach geht es über die kleinen Straßen zurück zu unserem Ausgangspunkt. Nach insgesamt etwa 233 Kilometern endet ein langer, aber abwechslungsreicher Motorradtourentag.


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