Name: MF14 Guadalest - Benidorm
Länge: 278 km
Dauer: 8 Std
Höhe: 1005 m
Landschaft: 5 von 5 Sterne
Fazit: Die Pässe liefern den Kurvenspaß, Guadalest sorgt für Geschichte und spektakuläre Bergpanoramen und Benidorm bildet mit seiner Skyline am Mittelmeer den überraschenden Kontrast zum Bergtag.
Diese Tour ist ein Tag voller Gegensätze. Wir starten im trockenen Hinterland, fahren über kleine und ruhige Landstraßen immer weiter in Richtung Norden und tauchen schließlich tief in die Bergwelt der Costa Blanca ein. Der erste große Höhepunkt ist ein kurvenreicher Bergpass auf fast 1.000 Metern Höhe. Danach geht es weiter zu einem spektakulär gelegenen Bergdorf, bevor sich die Landschaft innerhalb weniger Kilometer komplett verändert. Aus Bergen und Schluchten wird plötzlich Mittelmeer und vor uns taucht eine beeindruckende Skyline auf. Mit rund 278 Kilometern ist diese Tour nicht gerade kurz. Deshalb lohnt es sich, früh loszufahren. So bleibt genügend Zeit, die schönsten Strecken zu genießen und unterwegs auch einmal anzuhalten.
Durch das trockene Hinterland
Die ersten Kilometer führen uns durch das trockene Hinterland der Costa Blanca. Die Straßen sind ruhig und wir kommen entspannt voran. Zunächst geht es durch eine eher offene Landschaft mit Feldern und weiten Flächen. Je weiter wir nach Norden kommen, desto näher rücken die Berge. Der Verkehr nimmt ab und die Straßen werden interessanter. Noch ist das eher die Anfahrt, aber wir wissen schon, was uns erwartet. Denn der eigentliche Kurvenspaß kommt erst noch.
Immer weiter in die Berge

Nach und nach verändert sich die Landschaft. Aus der offenen Agrarlandschaft wird eine abwechslungsreiche Bergregion. Wir fahren durch Täler und entlang der ersten Berghänge. Die Straßen werden kurviger und die Landschaft immer beeindruckender. Die Vorfreude steigt, denn vor uns liegt der schönste Abschnitt der heutigen Tour: eine kurvenreiche Passstraße, die uns immer weiter hinauf in die Berge führt.
Kurvenspaß auf fast 1.000 Metern
Jetzt wird Motorrad gefahren. Die Passstraße windet sich zwischen den Bergen nach oben und erreicht knapp 1.000 Meter Höhe. Auf einer Strecke von etwa 11 Kilometern überwinden wir rund 460 Höhenmeter. Die Straße ist gut ausgebaut und wird mit zunehmender Höhe immer kurvenreicher. Besonders die letzten Kilometer machen richtig Spaß. Eine Kurve folgt auf die nächste, dazwischen gibt es immer wieder schöne Kurvenkombinationen und fantastische Ausblicke. Natürlich fahren wir auch hier innerhalb der vorgeschriebenen Geschwindigkeiten. Gerade auf solchen Bergstrecken sollte man nichts erzwingen. Wir wollen die Strecke genießen und sicher wieder unten ankommen.
Berge, Wälder und tiefe Täler
Hinter dem Pass verändert sich die Landschaft erneut. Pinienwälder begleiten uns und die Straße schlängelt sich über die Berghänge wieder langsam nach unten. Immer wieder öffnen sich Ausblicke auf tief eingeschnittene Täler und die mächtigen Berge ringsum. Genau solche Abschnitte lieben wir auf unseren Motorradtouren. Gute Straßen, schöne Kurven und eine Landschaft, die sich ständig verändert. Man möchte eigentlich ständig anhalten und Fotos machen.
Ein Bergdorf mit spektakulärer Aussicht

Kurz vor unserem nächsten Highlight wird die Strecke noch einmal besonders schön. Immer wieder sehen wir zwischen den Bergen einen tiefblauen Stausee. Dann liegt plötzlich unser Ziel vor uns: Ein kleines historisches Bergdorf, das spektakulär auf einem Felsen über dem Tal liegt. Wir stellen die Motorräder ab und erkunden den Ort zu Fuß. Durch kleine Gassen geht es vorbei an Geschäften und Cafés. Ein Tunnel führt durch den Felsen in den historischen oberen Teil des Ortes. Dort angekommen, erwartet uns eine fantastische Aussicht über den Stausee und die umliegende Bergwelt. Die alten Häuser schmiegen sich eng an den Felsen und über allem thront eine historische Burg. Nach den vielen Kilometern auf dem Motorrad tut es gut, die Motorräder einmal stehen zu lassen und sich in Ruhe umzuschauen. Unser Tipp: Für diesen Ort sollte man unbedingt etwas Zeit einplanen. Er ist viel zu schade für einen kurzen Fotostopp.
Vom Berg direkt ans Mittelmeer
Nach der Besichtigung geht es weiter in Richtung Küste. Und jetzt kommt einer der größten Gegensätze dieser Tour. Die Entfernung bis zum Meer ist gar nicht mehr so groß, trotzdem scheint sich die Landschaft innerhalb kürzester Zeit komplett zu verändern. Hinter uns liegen Berge, Schluchten und der Stausee. Vor uns kommt langsam das Mittelmeer ins Blickfeld. Und dann stehen wir plötzlich mitten in einer völlig anderen Welt.
Hochhäuser statt Bergstraßen

Die Küstenstadt, die wir jetzt erreichen, könnte kaum unterschiedlicher zu unserem bisherigen Tag sein. Am Vormittag waren wir noch auf einsamen Bergstraßen unterwegs, haben Kurven gefahren und waren von Bergen und Natur umgeben. Jetzt stehen vor uns Hochhäuser, Hotels, Strände und eine beeindruckende Skyline. Genau dieser Kontrast macht für uns den besonderen Reiz dieser Tour aus: Am Vormittag Bergpässe und einsame Straßen – am Nachmittag Mittelmeer, Strand und Wolkenkratzer. Wer die Stadt noch von oben sehen möchte, kann zusätzlich einen kleinen Abstecher zu einem Aussichtspunkt in den Bergen einplanen. Von dort hat man einen tollen Blick über die Küste, die Stadt und die vielen Hochhäuser.
Zurück zum Ausgangspunkt
Irgendwann heißt es aber wieder Abschied nehmen. Schließlich liegen noch rund 114 Kilometer Rückweg vor uns. Für die Rückfahrt nehmen wir bewusst die Autobahn. Das mag auf einer Motorradtour zunächst nicht besonders spannend klingen, macht bei dieser langen Tagestour aber durchaus Sinn. Der eigentliche Motorradspaß lag für uns eindeutig auf der Hinfahrt: die kleinen Straßen, der Bergpass, die vielen Kurven und die Fahrt durch die beeindruckende Berglandschaft. So können wir die letzten Kilometer entspannt und zügig zurücklegen. Nach einem langen Tag mit vielen Kurven, Bergen, einem historischen Bergdorf und schließlich dem Mittelmeer geht damit eine abwechslungsreiche Motorradtour zu Ende.
Eine Tour, die uns vor allem wegen ihrer Gegensätze in Erinnerung bleibt.




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