Salinastour – Stausee, Flamingos und das Meer

145 Kilometer | Tagestour | Stausee, Salinen & Mittelmeer

Heute geht es ans Meer – und gleichzeitig in eines der ungewöhnlichsten Naturgebiete der Region.

Die rund 145 Kilometer lange Salinastour verbindet abwechslungsreiche Motorradstrecken im Hinterland mit einem großen Stausee, kurvenreichen Straßen, den beeindruckenden Salzlagunen am Mar Menor und einem spektakulären Blick über eine historische Stadt.

Das Besondere an dieser Tour ist die enorme landschaftliche Abwechslung. Wir starten in der trockenen Berg- und Hügellandschaft, fahren entlang eines großen Stausees, erreichen schließlich die Küste und erleben dort Salzseen, Dünen, Naturstrände und mit etwas Glück sogar Flamingos.

Zum Abschluss wartet noch ein Aussichtspunkt hoch über der Stadt.

Durch das Hinterland Richtung Küste

Wie bei unseren anderen Tagestouren starten wir nach einem ausgiebigen Frühstück gegen 11 Uhr.

Zunächst geht es durch das Hinterland. Die Strecke führt über kleinere Landstraßen vorbei an Feldern, trockenen Hügeln und weitläufigen Landschaften.

Wer die Tour an einem Sonntag fährt, kann unterwegs optional einen zusätzlichen Marktbesuch einplanen. Hier gibt es neben Lebensmitteln auch Kleidung, Kleinigkeiten und allerlei Kuriositäten.

Wer diesen Stopp einbauen möchte, sollte allerdings etwas früher starten. Der Markt kann die Tour zeitlich verlängern.

Anschließend geht es weiter Richtung Küste.

Der erste große Höhepunkt: ein blauer Stausee

Nach den ersten Verbindungsstrecken verändert sich die Landschaft deutlich.

Der Verkehr nimmt ab und vor uns öffnet sich eine weitläufige, trockene Hügellandschaft. Dazwischen liegt das intensive Blau des Embalse de La Pedrera.

Der große Stausee bildet den ersten landschaftlichen Höhepunkt unserer Tour.

Wir fahren hinauf und bekommen immer wieder neue Blicke auf das Wasser. Kurz vor einer Kuppe befindet sich ein kleiner Aussichtspunkt, an dem wir die Motorräder abstellen können.

Hier lohnt sich eine erste Pause.

Von oben sehen wir über den Stausee und die umliegende Landschaft. Besonders beeindruckend ist der Kontrast zwischen dem tiefblauen Wasser und den trockenen, fast kargen Hügeln.

Kurven und Seeblicke

Nach dem Aussichtspunkt geht es weiter rund um den Stausee.

Dieser Abschnitt ist auch bei einheimischen Motorradfahrern beliebt. Die Straße führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft und bietet immer wieder neue Perspektiven auf das Wasser und die zahlreichen Buchten.

Die erlaubte Geschwindigkeit ist relativ niedrig – und das passt perfekt zu unserem heutigen Tempo.

Denn hier geht es nicht darum, möglichst schnell von A nach B zu kommen.

Wir wollen die Kurven genießen, die Landschaft auf uns wirken lassen und zwischendurch immer wieder einen Blick auf den See werfen.

An verschiedenen Stellen ergeben sich gute Möglichkeiten für kurze Fotostopps.

Kurven, wenig Verkehr und immer wieder der Blick auf den blauen Stausee – für Motorradfahrer ist dieser Abschnitt ein echtes Highlight.

Durch das Hinterland Richtung Meer

Nachdem wir den Stausee hinter uns gelassen haben, geht es weiter durch das Hinterland.

Zwischendurch wird der Verkehr etwas stärker, bevor wir wieder auf kleinere Nebenstraßen wechseln können.

Die Landschaft wird zunehmend mediterraner und wir nähern uns langsam unserem eigentlichen Tagesziel:

dem Meer.

Für einen kurzen Abschnitt nutzen wir eine schnellere Verbindungsstraße, bevor wir wieder auf kleinere Straßen wechseln und in Richtung der Salinen fahren.

Salzseen, Dünen und Flamingos

Jetzt erreichen wir das außergewöhnlichste Naturgebiet der Tour.

Das Naturschutzgebiet Salinas y Arenales de San Pedro del Pinatar liegt zwischen dem Mar Menor und dem Mittelmeer.

Hier treffen verschiedene Landschaften aufeinander:

  • Salzlagunen

  • Dünen

  • Pinien

  • Naturstrände

  • Mittelmeer und Mar Menor

Wir fahren durch die Salinenlandschaft und sehen links und rechts die charakteristischen Salzbecken.

Mit etwas Glück entdecken wir bereits die ersten Flamingos, die sich in den flachen Lagunen aufhalten.

Besonders faszinierend sind die unterschiedlichen Farben der Salzbecken. Je nach Salzgehalt, Licht und Jahreszeit können die Wasserflächen ganz unterschiedliche Farbtöne annehmen.

Dazu kommen die typischen weißen Salzberge, die entlang der Salinen aufgeschüttet werden.

Der Anblick wirkt fast wie aus einer anderen Landschaft.

Zu Fuß durch die Salinen

Am Ende der Strecke können wir die Motorräder abstellen und den letzten Abschnitt zu Fuß erkunden.

Holzstege führen durch die besondere Landschaft in Richtung Strand.

Natürlich ist hier deutlich mehr Betrieb als auf den einsamen Straßen im Hinterland. Trotzdem gehört dieser Stopp für uns unbedingt zu dieser Tour.

Denn die Kombination aus Salzseen, Flamingos, Dünen und Mittelmeer ist außergewöhnlich.

Wer gerne fotografiert, sollte hier etwas mehr Zeit einplanen.

Hafenpause am Meer

Nach unserem Besuch in den Salinen fahren wir weiter bis zum Hafen.

Hier gibt es Parkmöglichkeiten sowie verschiedene Restaurants und Cafés.

Der perfekte Zeitpunkt für eine längere Pause.

Motorrad abstellen, etwas essen oder trinken und ein wenig Hafenluft genießen – bei einer 145 Kilometer langen Tagestour gehört eine solche Pause für uns einfach dazu.

Nach dem Naturerlebnis rund um die Salinen ist der Hafen außerdem eine angenehme Gelegenheit, etwas zur Ruhe zu kommen.

Zurück ins Hinterland

Nach der Pause verlassen wir die Küste wieder.

Für den Rückweg nutzen wir überwiegend kleinere Nebenstraßen mit deutlich weniger Verkehr.

Dabei kommen wir noch einmal in die Nähe des großen Stausees. Aus dieser Richtung ergeben sich erneut völlig andere Perspektiven auf das Wasser und die umliegenden Hügel.

Danach geht es weiter ins Hinterland.

Doch bevor wir endgültig den Rückweg antreten, wartet noch ein letzter Aussichtspunkt auf uns.

Der letzte Höhepunkt: die Stadt von oben

Zum Abschluss fahren wir über eine kleine asphaltierte Straße mit einigen Kehren hinauf zu einem Aussichtspunkt auf einem Berg oberhalb der historischen Stadt.

Schon die Auffahrt macht Spaß und ist ein schöner letzter Motorradabschnitt der Tour.

Oben angekommen, öffnet sich ein weiter Blick über die Stadt und die fruchtbare Ebene.

Besonders interessant ist der Kontrast zwischen der historischen Bebauung, der grünen Landschaft und den Bergen im Hintergrund.

Nach den vielen unterschiedlichen Landschaften des Tages ist dieser Aussichtspunkt ein ruhiger und schöner Abschluss.

Wer noch Zeit und Lust auf Kultur hat, kann den Aufenthalt in der Stadt verlängern und beispielsweise das nahegelegene Kloster besuchen.

Optionaler Abstecher

Wer nach 145 Kilometern noch nicht genug hat, kann die Tour zusätzlich um einen Besuch eines nahegelegenen Palmenparks erweitern.

Für uns ist dieser Abstecher allerdings wirklich optional.

Nach Stausee, Kurven, Salinen, Flamingos, Meer und Aussichtspunkt haben wir normalerweise bereits genügend Eindrücke für einen Tag gesammelt.

Rückfahrt zum Ausgangspunkt

Zum Abschluss verlassen wir die Stadt und fahren über die bekannten Straßen zurück zum Ausgangspunkt.

Die letzten Kilometer lassen wir entspannt angehen.

Nach einem Tag voller unterschiedlicher Landschaften geht damit eine Tour zu Ende, die auf vergleichsweise kurzer Distanz erstaunlich viel Abwechslung bietet.

Fazit

Die Salinastour ist eine abwechslungsreiche 145-Kilometer-Motorradtour, bei der sich Landschaft und Fahrspaß perfekt miteinander verbinden.

Vom trockenen Hinterland geht es zum großen Stausee, anschließend durch kurvenreiche Straßen weiter zur Küste und schließlich in eine außergewöhnliche Naturlandschaft mit Salzseen, Flamingos, Dünen und Mittelmeer.

Der Stausee sorgt für den ersten großen Landschaftshöhepunkt, die Salinen bilden das Natur-Highlight und der abschließende Aussichtspunkt bietet noch einmal einen völlig anderen Blick auf die Region.

Unser Tipp: Besonders viel Zeit für die Salinen einplanen und ein Fernglas oder eine Kamera mitnehmen. Mit etwas Glück lassen sich dort Flamingos beobachten.

Stausee, Kurven, Salzseen, Flamingos und Meer – diese Tour zeigt, wie abwechslungsreich die Region auf nur 145 Kilometern sein kann.

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